Vegan & palmölfrei: Defsas Nachhaltigkeitsansatz

Kurzfassung: Defsa setzt konsequent auf vegane Rezepturen und verzichtet auf Palmöl, um ökologische Folgen zu minimieren und ethische Standards einzuhalten. Dieser Beitrag erklärt die Beweggründe, die praktischen Maßnahmen zur Beschaffung, die formulierungstechnischen Alternativen sowie Zertifikate und Tipps für bewusstes Einkaufen.

Veröffentlicht am: 20. November 2025

Warum vegan und palmölfrei?

Defsa verfolgt einen ganzheitlichen Nachhaltigkeitsansatz: Vegan bedeutet Verzicht auf tierische Rohstoffe (z. B. tierische Fette, Lanolin, Gelatine), palmölfrei bedeutet, auf Palmöl oder auf konventionell gewonnenes Palmöl zu verzichten. Die Motivation ist dreifach:

  • Ökologie: Vermeidung von Entwaldung und Verlust von Biodiversität.
  • Ethik: Respekt vor Tieren und Förderung tierfreier Produkte.
  • Transparenz: Kunden wünschen klare, nachvollziehbare Inhaltsstoffe.

Verzicht auf tierische Inhaltsstoffe: Was bedeutet das konkret?

Vegan in Kosmetik bedeutet, dass weder im Endprodukt noch in Zutaten tierische Bestandteile oder Nebenprodukte verwendet wurden. Typische tierische Ingredienzen, auf die Defsa verzichtet, sind:

  • Lanolin (aus Schafwolle)
  • Kokosfett-/tierische Fette (wenn tierischen Ursprungs)
  • Gelatine, Kollagen
  • Bienenwachs (bei veganen Linien)

Stattdessen setzt Defsa auf pflanzliche Öle (z. B. Olivenöl, Jojoba, Argan), pflanzliche Wachse (z. B. Candelilla, Carnauba) und andere vegane Rohstoffe.

Warum ist Palmöl problematisch?

Palmöl ist wegen seiner hohen Erträge pro Hektar wirtschaftlich attraktiv, verursacht aber gravierende ökologische und soziale Probleme, wenn es nicht nachhaltig produziert wird:

  • Entwaldung tropischer Regenwälder
  • Verlust von Lebensraum für bedrohte Arten (z. B. Orang-Utans)
  • CO₂-Emissionen durch Rodung und Torfabbau
  • Soziale Konflikte und Landkonflikte in Anbauregionen

Deshalb vermeidet Defsa Palmöl und bevorzugt alternative Öle oder – wenn Palmöl unumgänglich ist – ausschließlich zertifiziertes, rückverfolgbares RSPO-segregated Material (sofern verwendet und transparent deklariert).

Vegan & palmölfrei Defsas Nachhaltigkeitsansatz v2

Vegan & palmölfrei Defsas Nachhaltigkeitsansatz v2

Technische & ökologische Alternativen zu Palmöl

In Seifen und Pflegeprodukten erfüllt Palmöl mehrere Funktionen (Härte, Schaum, Stabilität). Defsa nutzt eine Kombination pflanzlicher Alternativen, um diese Eigenschaften zu ersetzen:

  • Olivenöl: sorgt für milde Pflege und gute Reifeeigenschaften (Castile-ähnliche Formeln).
  • Kokosöl (nachhaltig bezogen): verbessert die Schaumbildung — in moderaten Anteilen, um Austrocknung zu vermeiden.
  • Sheabutter & Kakaobutter: liefern Härte und Rückfettung ohne Palmöl.
  • Rizinusöl & Traubenkernöl: unterstützen Textur und Haptik.
  • Hydrierte pflanzliche Fette aus verantwortungsvoller Quelle: dienen fallweise als Stabilisatoren.

Die richtige Kombination ermöglicht palmölfreie Produkte mit vergleichbaren physikalischen Eigenschaften.

Beschaffung, Zertifikate & Transparenz

Defsas Prinzipien bei der Rohstoffbeschaffung:

  • Priorität für Bio-zertifizierte Öle (wenn möglich) – z. B. Bio-Olivenöl.
  • Lieferantenaudits und Nachverfolgbarkeit für alle wichtigen Rohstoffe.
  • Fair-Trade und sozial verantwortliche Partnerschaften bei Sheabutter oder Argan.
  • Keine Verwendung von konventionellem, nicht-nachverfolgbarem Palmöl – falls Palmöl kurzfristig notwendig wäre, nur RSPO-segregated mit vollständiger Dokumentation.

Zertifikate, die Defsa anstrebt oder kommuniziert: COSMOS Organic, Ecocert, Fair Trade — jeweils abhängig vom Rohstoff und Machbarkeit.

Produktdesign & Formulierungsbeispiele

Einige typische Formulierungsansätze bei Defsa:

  • Feste Seifen (Kaltverfahren): hohe Olivenölanteile + moderate Anteile an Kokosöl, Sheabutter statt Palmöl.
  • Pflegende Balms & Sticks: pflanzliche Wachse (Candelilla/Carnauba) anstelle von Bienenwachs oder Palmwachs.
  • Flüssigseifen & Shampoo: milde, pflanzliche Tenside (Decyl Glucoside) und konservierungskonzepte ohne parabenlastige Systeme.

Diese Kombinationen liefern die gewünschte Produktleistung bei gleichzeitigem Verzicht auf tierische und palmölbasierte Inhaltsstoffe.

Vorteile für Kund:innen und Umwelt

  • Bessere Rückverfolgbarkeit: klare Angaben zur Rohstoffherkunft.
  • Geringeres ökologisches Risiko: weniger Entwaldung, bessere CO₂-Bilanz.
  • Tierfreundlich: Verzicht auf tierische Inhaltsstoffe ist für Veganer:innen entscheidend.
  • Markenvertrauen: Transparenz stärkt die Kundenbindung und Wahrnehmung.

Praktische Kaufberatung

  1. INCI lesen: Achten Sie auf klare pflanzliche Bezeichnungen (z. B. Olea Europaea Oil statt generischer „Fettstoff“-Angaben).
  2. Labels prüfen: Vegan-Logo, Bio-Zertifikate, RSPO-Segregated (falls Palmöl verwendet wird).
  3. Transparenz verlangen: Fragen Sie nach Herkunft oder Lieferanteninformationen, wenn diese nicht angegeben sind.
  4. Probiergrößen nutzen: Testen Sie neue Formulierungen mit kleinen Größen, um Hautverträglichkeit zu prüfen.

FAQ

Ist „palmölfrei“ automatisch nachhaltig?

Nein. Palmölfreiheit ist ein wichtiger Schritt, aber die Nachhaltigkeit hängt auch von der ökologischen Bilanz der Alternativrohstoffe ab. Beispielsweise kann ein schlecht angebautes Ersatzöl auch problematisch sein. Wichtig sind transparente Lieferketten und ökologische Produktionsweisen.

Warum nicht einfach komplett „lokale“ Öle nutzen?

Lokale Öle sind oft vorteilhaft, jedoch sind sie nicht immer in der benötigten Menge oder Qualität verfügbar. Deshalb kombiniert Defsa lokale und international nachhaltige Quellen, um Qualität und Verfügbarkeit zu sichern.

Sind vegane Produkte weniger wirksam?

Nein. Mit den richtigen pflanzlichen Formulierungen erreichen vegane Produkte gleichwertige Pflege- und Reinigungseigenschaften wie traditionelle Formulierungen.

Fazit

Der vegane und palmölfreie Ansatz von Defsa ist mehr als ein Marketingversprechen — er ist ein strategischer Beitrag zu ökologischer Verantwortung, Tierwohl und transparenter Produktgestaltung. Durch bewusste Rohstoffwahl, geprüfte Lieferketten und pflanzliche Alternativen gelingt es, qualitativ hochwertige, wirksame und nachhaltig verträgliche Produkte anzubieten.

Weitere Informationen und Produkthinweise finden Sie auf unserer Seite: Defsa Produkte.

Beispielbild: Atelier-Charakter vs. industrielle Produktion (Illustration zur Einordnung)

Handgemachte Seife links, industrielle Seife rechts — Vergleichsbild
Autor: Defsa Team • Kontakt: info@defsa.deHinweis: Dieser Beitrag informiert über Formulierungsprinzipien und ersetzt keine individuelle dermatologische Beratung. Bei speziellen Hauterkrankungen konsultieren Sie bitte eine Fachperson.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert